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My Mission

Die Idee einen eigenen Supperclub zu eröffnen war der Anfang von allem. Mein Beruf war mir zu dieser Zeit schon lange nicht mehr wirklich ans Herz gewachsen. Das lag nicht nur an den meist unfassbaren Arbeitsbedingungen. Angefangen bei unzähligen Überstunden, Schichtdienst vor allem am Wochenende und die meist unzureichende Bezahlung für die Leistung die gegeben werden musste. Nein, für mich war ziemlich schnell klar, dass ich in diesem Beruf nicht alles haben kann. Arbeitest du in der Spitzengastronomie dann darfst du gute Qualität verarbeiten. Arbeitest du in den meisten Hotels oder anderen Lokalen mit einigermaßen guten Arbeitszeiten dann musst du mindere Qualität verarbeiten. Einen Mix aus beiden hatte ich nie gefunden. Der Drang mit guten und ehrlich erzeugten Produkten zu arbeiten ist aber immer geblieben. Der Supperclub war daher der Schlüssel… Seit dem ich diese wunderbaren Abende veranstalten darf, habe ich wieder das Gefühl aus meinen Beruf etwas zu machen, was ich wirklich liebe und wertschätze. Es ist jetzt nicht so als ob man dies im Berufsleben als Koch nicht finden könnte. Die Abstriche an der Lebensqualität sind so hoch das sie für mich nicht anstrebenswert waren und sind. Was mich richtig daran stört ist, dass das Bild des Koches in den Medien unrealistisch dargestellt wird. Das hat meist so gar nichts mit dem zu schaffen was in der Realität passiert. Vor allem die sogenannten Starköche in der Branche unterstreichen diese falsche Darstellung noch mit Ihren unzähligen sinnfreien TV-Formaten. Man darf nie vergessen, die Star- und TV Köche vertreten in der Realität nicht den Querschnitt der Köche und Ihren Arbeitsalltag. Man bekommt aber immer den Eindruck dass jeder Koch so arbeitet oder mit solchen Produkten arbeiten darf. Aber das ist falsch! Der überwiegende Teil der Köche arbeitet nicht mehr nach gelernten Regeln sondern passen sich Stück für Stück dem Branchenführern der Systemgastronomie an. Hier liegt der Fokus in erster Linie nicht auf Qualität  sondern auf schön gestaltete Lokale, Bars und Restaurantkonzepte. Die klassische Gastronomie so wie ich sie gelernt habe ist schon lange tot und auf dem besten Weg vollkommen auszusterben. Das wäre auch nicht schlimm, denn Wandel in jeder Branche ist ja auch immer da. Schön wäre es jedoch von denen die das Wissen, und damit meine ich unsere Star- und TV Köche, eine klarerer Stellung dazu in der Öffentlichkeit zu vermitteln. Das Geschäft der Zukunft gestalten nicht mehr ausgebildete Köche sondern Führungskräfte mit BWL Studium und Wirtschaftserfahrung. Qualität steht im Hintergrund und wird durch gekonntes Marketing ersetzt. Auch der eigentliche Arbeitsplatz des Koches wird Stück für Stück von ungelerntem Personal bewusst ersetzt. Das ist auch der Grund weshalb man von einem Koch keine Leidenschaft zum Beruf mehr erwarten kann. Für mich habe ich daher entschieden meinen Beruf steht’s Professionell und so perfekt wie möglich auszuführen, aber die Leidenschaft zu kochen führe ich im Privaten aus. Der Koch der Zukunft ist wenn überhaupt, nur der neue Gehilfe der Lebensmittelindustrie! Das möchte ich nicht sein! Darum gibt es für mich auch nur den logischen Schritt Qualität und Lust am Beruf im Privaten wieder zu erlangen. Supperclubs und Kochkurse sind nur zwei der Dinge die ich für mich gefunden habe. Meine Mission ist es über das Social Dining den Menschen den wahren Reiz am Essen wieder zu geben. Der ist vor allem das gemeinsame Kochen und das gemeinsame Essen. Und nicht das sinnfreie Zubereiten von noch so kreativen Rezepten und Gerichten. Und überhaupt, es findet im Moment eine derartige Inflation von Kochrezepten statt, das es einen ganz schwindelig werden kann. Daher mein Rat an alle, kocht was Einfaches aus guter Qualität und setzt euch an einen Tisch um gemeinsam zu essen und zu trinken. Genau das, und nichts anderes war schon immer der Sinn vom Kochen. Herzliche Grüße euer Sebastian alias Gourmandpunk...

 

bekannt aus

Gourmand ist eine Rein private Webseite. Ich möchte darauf hinweisen das meine Supperclub Termine rein private Veranstaltungen sind und daher lediglich ein Unkostenbeitrag/Spende entrichtet werden kann. Es besteht daher keinerlei Gewinnabsicht. Die genaue Adresse erfahren Sie nach erfolgreicher Anmeldung per Post von mir und entspricht nicht der Adresse des Impressums. Meine Kochkurse werden in rahmen einer Angemeldeten Dozententätigkeit an der Volkshochschule im Norden des Landkreises München  ausgeübt.  Gourmandpunk ist eine Idee und kein Unternehmen. Alle rechte am Gourmandpunk liegen bei Sebastian Hoffmann. Alle Fotos auf dieser Website sind von SIMON MALIK - www.simonmalik.com. COPYRIGHT © 2017 GOURMANDPUNK